Spielen ist die Arbeit der Kinder

Eltern sind nach ihrer Arbeit meist erschöpft und müde. Doch auch ihre Kinder haben im Kindergarten einen langen Arbeitstag hinter sich. Für Kinder ist das Spiel nämlich keine Spielerei, vielmehr ist das Spiel der Kinder ihr Beruf.
Das Spiel ist für ein Kind die Möglichkeit, die Welt zu erleben, zu begreifen, selbst zu entdecken und zu verstehen zu lernen. Das Kind wird dabei zu einem Schauspieler, einem Forscher, einem Biologen, einem Erfinder und noch vielem mehr.

Dabei kann aus allem, was Kinder sehen und hören, fühlen, in Händen halten und begreifen, ein Spiel werden. Ob es sich dabei um das Stapeln der Bananenstückchen auf dem Frühstücksbrett, das permanente an- und wieder ausziehen, das Grimassenziehen beim Waschen vor dem Spiegel, die dutzende Male auf und zu geschobene Schublade, das Aufheben und Werfen eines Steines oder das Klettern auf einen Baum ist, all dies ist für Eltern teilweise kaum verständlich, vielleicht sogar Anlasszu Ärger, dennoch ist es für die Kinder ein Spiel, mit dem Kinder aktiv versuchen, ihre Umwelt zu begreifen und sich mit ihr auf kindliche Weise auseinander setzen.

Kinder wollen die Welt entdecken, verstehen, sich ihren Gesetzmäßigkeiten annähern und sich mit unbekannten Dingen auf ihre eigene Weise vertraut machen. Für Kinder ist die Welt noch ein Ort der ständigen Begegnung mit Neuem und mit Handlungsmöglichkeiten, die wiederum die Kinder als eine völlig natürliche Handlungsmotivation erfassen.
Auch wenn es Eltern bisweilen schwer fällt, in den Handlungen ihrer Kinder, besonders, wenn es sich um Türmchenbau mit verschiedenen Gemüsen oder der sinnlichen Erfahrung von Kartoffelbrei auf den Wangen, in den Haaren und an den Händen handelt, so ist dies immer als spielerischer Versuch, die Welt zu begreifen zu sehen und niemals als eine Provokation oder willentlicher Ungehorsam.

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