Spielwarenmesse 2011: Öko ist Trend im Kinderzimmer

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Die Nürnberger Spielwarenmesse 2011 steht dieses Jahr unter einem grünen Stern: Das selbsterwählte Motto der Spielzeugmesse lautet „Toys go green“, also „Spielzeuge werden ökologisch“. Der Bio-Trend der Nahrungsmittelindustrie schwappt also ins Kinderzimmer über – gut für die Gesundheit der Kinder, oder? Was die neuen Öko-Produkte der Spielzeughersteller versprechen und wo sie vorsichtig sein müssen, erfahren Sie hier.

Die Spielwarenmesse in Nürnberg ist ein Treffpunkt für all die großen, namhaften Spielzeughersteller. Das Motto dieser Messe „Toys go green“ – doch wie grün sind die Spielzeuge unserer Kinder wirklich? Fakt ist: Worte wie natürlich, nachhaltig und grün verleiten zum Kauf, gerade wenn es um die Kleinen geht. Schließlich wollen wir für unsere Kinder nur das Beste – und geben dafür auch gern etwas mehr Geld aus. Dies erkannte die Spielwarenindustrie offenbar und umgibt sich auf der vom 03.02. bis 08.02. stattfindenden Messe mit dem gewissen „Bio“-Hauch.

www.toysgogreen.de

Doch wie grün sind die Produkte nun wirklich? Kritiker bemängeln die unzureichenden Informationen zu Schadstoffen, sowie die nebulösen Versprechungen in Sachen Öko. Woher weiß ich als Käufer, was der Hersteller unter Öko-Spielzeug versteht? Geht es um Schadstofffreiheit, um Nachhaltigkeit oder um Langlebigkeit? Woher weiß der Konsument, welche Spielzeuge wirklich nachhaltig hergestellt wurden und ungiftig sind? Viele Hersteller preisen beispielsweise Holzspielzeuge als „Öko“ an – der Kunde muss jedoch darauf Vertrauen, dass das darin verbaute Holz und die eingesetzten Lacke wirklich umweltfreundlich sind. „Es gibt kein Gütesiegel, auf das sich Verbraucher verlassen können“, betont Roman Goll, Redakteur der Zeitschrift Öko-Test. Er testete im Verlauf der letzten Jahren sehr viele Spielzeuge und stellt fest, dass der Öko-Trend häufig besonders in Sachen Schadstofffreiheit mehr Fassade als Inhalt ist. Viele Waren seien weiterhin giftbelastet, mahnte auch der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Ökotest prangerte weiterhin an, dass besonders die großen Hersteller der Spielwarenindustrie, die oft in China produzieren lassen, sich zu Themen wie Arbeitsbedingungen, Sozialstandards und Kinderarbeit ausschweigen.

Unter solchen Bedingungen müssen Eltern beim Spielzeugkauf sehr genau hinschauen, wenn sie ein unbedenkliches, nachhaltiges Produkt wollen. Im Zweifelsfall hören Sie am besten auf Ihre Sinne  – und den gesunden Menschenverstand.

Quelle

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