Stillen in der Öffentlichkeit

Mutter beim Stillen

Foto: pixabay.com

Stillen ist gut und praktisch für Mutter und Kind, doch wenn es Mütter auch in der Öffentlichkeit tun, dann regen sich viele Leute darüber auf. Eigentlich ist es ganz natürlich, doch einige finden es zu offenherzig und damit anstößig.

Oftmals geht es sogar so weit, dass stillende Mütter aus gastronomischen Einrichtungen gebeten werden, nur weil ihr Kind eben Hunger hat. Muss man das Schamgefühl einiger Menschen respektieren, oder sollten stillende Mütter die Meinung anderer einfach ignorieren – ein schwieriges Thema.

Die meisten Mütter würden ihr Baby nicht in der Öffentlichkeit stillen

Wenn eine stillende Mama schiefe Blicke erntet, dann kann das sehr kränkend und beschämend sein. Gerade aus diesem Grund würde jede vierte Frau ihrem Kind in der Öffentlichkeit nicht die Brust geben.

Man könnte meinen, wir wären verklemmt, doch nackte Brüste sieht man im Alltag ja eigentlich zur Genüge, die Werbung geizt damit heutzutage nicht mehr, und in Zeitschriften sind sie auch schon selbstverständlich, und kaum einer regt sich darüber auf.

Eigentlich sollte man sich doch dann erst recht nicht über eine stillende Mutter aufregen, denn dies hat schließlich keinen sexuellen Hintergrund, sondern ist etwas vollkommen natürliches.

Wahrscheinlich liegt es an der Doppelmoral, die in unseren Breitengraden in den meisten Köpfen vorhanden ist. Für Männer sind Brüste immer noch ein Sexobjekt, demnach kann das Stillen unter Umständen ebenfalls als sexueller Akt betrachtet werden.

In Lokalen darf das Stillen verboten werden

Ein Baby hat zu den unterschiedlichsten Zeiten Hunger, da kann man als Mutter nicht planen. Sicher legt es keine Frau unbedingt darauf an, nun gerade in der Öffentlichkeit zu stillen.

Doch wenn das Kind schreit und Hunger hat, dann kann man sich Zeit und Ort eben nicht aussuchen. Leider schützt das Gesetz stillende Mütter nicht genügend, in England, Schottland und Australien gibt es solche Gesetze längst und werden von Hebammen auch in Deutschland schon lange gefordert.

Bisher gilt immer noch das Hausrecht, so dass in Kaufhäusern, Museen oder Restaurants das Stillen untersagt werden darf. Frauen werden dann oftmals in den Wickelraum geschickt, falls ein solcher vorhanden ist, das muss aber gar nicht sein.

Wenn man es geschickt anstellt, so erkennt auf den ersten Blick niemand, ob das Kind an der Brust saugt oder einfach nur im Arm schläft. Es gibt spezielle Still-Bekleidung, so dass man das Oberteil vorne unauffällig öffnen kann.

Wenn man dann noch ein Tuch dabei hat, das man sich über die Schulter legen kann, dann gelingt auch das Stillen in der Öffentlichkeit ganz problemlos und ohne Ärger.

Quelle: https://www.babyzeiten.de/blog/stillen-in-der-oeffentlichkeit-ja-oder-nein/

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