Tag Archives: Allergie

Allergien vorbeugen

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Kinder, deren Eltern unter einer oder mehreren Allergien leiden, haben ein erhöhtes Risiko, selbst an einer Allergie zu erkranken. So ist das Risiko, das das Kind unter einer Allergie leiden wird um ganze 80 Prozent höher, als bei Kindern, bei denen kein naher Verwandter wie Vater, Mutter oder auch Großeltern unter einer Allergie leiden. Doch kann mit einer allergenarmen Ernährung vom ersten Tag an das Risiko deutlich vermindert werden.

Textilien nach „der Nase“ kaufen

Eltern tun gut daran, beim Kauf von Textilien für ihre Kinder auf ihre Nase zu vertrauen. Wenn aus Kinderkleidung eigenartige Gerüche dringen, so ist davon auszugehen, dass dieser von chemischen Farbstoffen und anderen für die Haut von Kindern, insbesondere Kleinkindern und Babys, schädlich ist.

Babys Ernährung: Muttermilch ist gut, Brei ist besser?

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Bislang empfahl die WHO frisch gebackenen Müttern, ihre Kinder ein halbes Jahr ausschließlich zu stillen. Diese Empfehlung wurde nun in einer aktuellen Studie angezweifelt: Die Forscher wiesen nach, dass Babybrei durchaus zur Verhinderung von Krankheiten und Allergien beitragen kann. Doch ist nun die Muttermilch weniger gesund als Brei?

Nach vier Wochen kann bei Babys eine Kuhmilchallergie auftreten

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Durch deutlich wahrnehmbare Symptome macht sich bei manchem Neugeborenen eine Kuheiweißallergie nach nur vier Wochen bemerkbar. Daran leiden rund sechs Prozent der Neugeborenen. Wie Ulrich Fegeler vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte in Köln mitteilt, ist dies nach der Hühnereiweißallergie die häufigste Nahrungsmittelallergie. Der Kinderarzt meint dazu, dass sich eine Allergie auf Kuhmilchproteine in der Regel etwa vier Wochen nach Beginn einer Ernährung mit Bestandteilen der Kuhmilch äußert.

Kein Baby Schwimmen für Kinder von allergischen Eltern

Das Umweltbundesamt rät den Eltern, die unter Allergien leiden, davon ab, mit ihren Babys und Kleinkindern in Hallenbädern schwimmen zu gehen. Das gechlorte Wasser kann bei Kindern unter zwei Jahren Asthma, Atemwegserkrankungen und andere chronische Erkrankungen hervorrufen.

Mit einer Ernährungsempfehlung soll Übergewicht frühzeitig verhindert werden

An Übergewicht und Allergien leiden immer mehr Kinder. Gegen übermäßige Pfunde sollte deshalb schon bei Babys entgegengewirkt werden, schlägt die Verbraucherministerin Ilse Aigner vor. Eine einheitliche Ernährungsempfehlung für Eltern, die gemeinsam von Experten und dem Ministerium entwickelt wurde, gibt es künftig bundesweit. Das Ministerium teilte dazu mit, dass das Risiko von Übergewicht und Erkrankungen deutlich reduziert werden könne – durch einen gesunden Lebensstil und die richtige Ernährung.

Allergiegefährdete Kinder: Hunde sind geeignete Gefährten

Eltern allergiegefährderter Kinder, die sich Gedanken über Haustiere machen, können ruhigen Gewissens die Anschaffung eines Hundes in Betracht ziehen. Der Bremer Allergologe Andreas Degenhardt beruhigte: der Mythos, Hunde seien für allergiegefährdete Kinder ungeeignet, sei falsch. Während Katzen und Nagetiere in ihren Haaren und Hautschuppen Eiweiße besitzen, auf die das Immunsystem besonders sensibel reagiert, sei dies bei Hunden und anderen Tieren nicht der Fall.

Schon im Jahr 2008 veröffentlichte das Helmholtz Zentrum München eine Studie, in der über 10 Jahre hinweg 9.000 Kinder beobachtet wurden. Der überaschende Schluss: Kinder, die mit Hunden aufwachsen, waren deutlich weniger allergieanfällig als Kinder ohne Hunde im Haushalt. Nach dem konkreten Grund für diese Tatsache befragt, wusste das Forschungsteam allerdings auch keine eindeutige Antwort – sie vermuteten zwar einen Zusammenhang zwischen dem regelmäßigen Aufenthalt im Freien zum Gassi gehen und Spielen, hundefreundlichen Wohnungen oder bisher nicht entdeckten Keimen, die ein Hund mitbringt, aber abschließend wurde dies bisher nicht geklärt.

Allergie-Experte Andreas Degenhardt präzisierte: das Zusammenleben mit Hunden scheint bei Kindern nicht nur für eine deutlich geringere Anfälligkeit gegenüber Tierhaarallergien, sondern auch für die Senkung der Wahrscheinlichkeit einer Überempfindlichkeit gegenüber Schimmelpilzen, Hausstaubmilben oder Pollen zu sorgen.

Eine Einschränkung nannte er jedoch: bei Kindern mit Asthma rät der Allergologe, grundsätzlich auf behaarte Haustiere zu verzichten und gegebenenfalls lieber die Anschaffung eines Aquariums oder einer Schildkröte zu erwägen.