Artikel mit dem Schlagwort Grundschule

14.000 Kinder an Gesamtschulen in Nordrhein-Westfalen offenbar abgewiesen

Obwohl die Schülerzahlen allgemein sinken, mussten die 205 öffentlichen Gesamtschulen in Nordrhein-Westfalen in diesem Jahr nach Angaben der Gemeinnützigen Gesellschaft Gesamtschule (GGG) NRW. Den Angaben zufolge werden im Landesschnitt in NRW von allen Schülern der vierten Klasse 25 Prozent an den Gesamtschulen angemeldet. Allerdings könnten nur 17,3 Prozent auch aufgenommen werden, hieß es weiter. Wie der Verband weiter erklärte, zeigten diese Zahlen den Eltern-Wunsch nach einem längerem gemeinsamen Lernen, erklärte der GGG-Vorsitzende Werner Kerski in Düsseldorf.

Dabei warf Kerski der nordrhein-westfälischen Landesregierung “Verhinderungspolitik” bei Neugründungen vor. Im Moment sei es nur noch möglich, neue Gesamtschulen über Klageverfahren von Kommunen und Eltern zu erzwingen. So gebe es noch drei Gegenden, in denen keine Gesamtschulen angeboten werden: in den Kreisen Höxter und Olpe sowie im Hochsauerlandkreis. Einen Anmeldeboom gebe es ebenso für die gymnasiale Oberstufe, erklärte Kerski. An zahlreichen Schulen würden mehr als 50 Prozent der externen Anmeldungen nicht berücksichtigt. (weiterlesen …)

Flexible Grundschule: Neues Projekt in Bayern

Wenn Kinder in die erste Klasse der Grundschule kommen, ist es egal, ob sie schon lesen können. Auch spielt es keine Rolle, ob sie bis 3, 20 oder 100 zählen können. Ebenso fragt auch niemand danach, wie es mit dem Schreiben aussieht. Alle Kinder werden gleichzeitig eingeschult und für alle Kinder gibt es die Regel-Grundschulzeit von vier Jahren.

Die Bayerischen Grundschulen wollen diese Ungerechtigkeit stoppen und in Zukunft dem unterschiedlichen Entwicklungsstand der Kinder gerechter werden. Das bedeutet, dass ab dem nächsten Schuljahr ein neues Projekt „Flexible Grundschule“ startet. In diesem Projekt sind 20 ausgewählte Schulen in Bayern integriert. In diesen Schulen wird es eine jahrgangsübergreifende Eingangsstufe geben, die aus den alten ersten und zweiten Klassen gebildet wird.

Wie der bayerische Bildungsstaatssekretär Marcel Huber mitteilte, können in diesem neuen Schulmodell leistungsschwächere Kinder drei Jahre bleiben. Damit wird es in der „flexiblen Grundschule“ auch viel weniger Kinder in den ersten Schuljahren geben, die sitzen bleiben. Diese Kinder wurden auch das „Versager“-Gefühl nicht kennenlernen und zudem müssen sie auch nicht in eine total andere unbekannte Klasse wechseln. Diese Kinder bleiben dann in teilweise unveränderten sozialen Gruppen. Andererseits können die Kinder der „flexiblen Grundschule“, die sehr gut sind, nach so einer Eingangsstufe sofort in die reguläre dritte Klasse wechseln.

Quelle: Welt

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