Zehn Jahre ist es her, dass SterniPark in Hamburg die erste Babyklappe eingeführt hat. Die Gründer des gemeinnützigen Vereins erhofften sich mit dieser Idee, dass weniger Kinder nach der Geburt getötet oder ausgesetzt werden. In Hamburg sind bisher 38 Kinder in die Klappe gelegt worden, und davon sind wieder 14 Babys von der Mutter abgeholt worden. Die anderen Kinder leben nun bei Pflegeltern.
Entscheidet sich eine Mutter nach der Geburt, Ihr Neugeborenes wegzugeben, dann geschieht das hier anonym. Legt Sie Ihr Baby in die Klappe, dann wird das Kind sofort mit einem Sensor überwacht. Dieser ist zeitverzögert, damit die Mutter unerkannt wieder gehen kann. Ein Alarm wird ausgelöst und Helfer des Krankenhauses holen das Kind. Es wird gleich untersucht und richtig versorgt. Nun wird das Baby vom Jugendamt betreut und kommt zu Pflegeeltern. In einem Zeitraum von acht Wochen kann die leibliche Mutter Ihr Baby wieder zurückholen.
Meistens werden die Kleinen von der Mutter gleich nach der Geburt dort abgegeben und weil diese noch nicht abgenabelt sind, gehen die Initiatoren davon aus, dass die Mutter das Kind selbst zur Welt gebracht hat. Viele andere Großstädte in Deutschland und in anderen Ländern sind dem Beispiel von SterniPark gefolgt und haben eine Babyklappe eingeführt.
Schade ist, dass noch immer zu wenige Mütter die Chane nützen, denn die Zahl der getöteten Kinder ist leider noch nicht gesunken.
Quelle: Welt