Das ist schon tragisch, denn die Mutter der verhungerten kleinen Lea aus Tirschenreuth klagt im Internet über Langeweile. In der Nacht vor dem Tod der Zweijährigen fragte sie offenbar im World Wide Web, ob nicht jemand einen Tipp hätte, was sie gegen die Langeweile tun könne. Am Tag des Todes schrieb die alleinerziehende Mutter, dass ihr Kind nicht mal drei Jahre alt werden durfte und nun für immer weg ist. Sie würde sie so sehr vermissen, und was für ein Gefühl das wäre, sein eigenes Kind tot aufzufinden. Zum Zeitpunkt des Todes wog die kleine Lea nur noch rund zehn Kilo.
Unklar ist immer noch, warum die junge Frau tatenlos zugeschaut hat, wie die Kleine qualvoll verhungert und verdurstet ist. Kurz nach dem Tod vermuten Online-Freunde, dass der Grund darin liege, dass sich das Leben der Mutter nur noch im Internet abgespielt habe. Selbst eine Chat-Freundin, die seit einem Jahr mit der arbeitslosen Mutter befreundet ist, und diese auch einmal persönlich getroffen hat, glaubt nicht an eine eiskalte Tat. Bei diesem Treffen sei die Mutter von Lea sehr lustig gewesen und von privaten Problemen hätten sie wenig geredet. Über diese Themen hat die junge Mutter offenbar nur im Internet gesprochen, wo sie über Depressionen, gescheiterte Beziehungen, aber auch über Lea schrieb und den Schmerzen, die die Kleine beim Anfassen gehabt hätte.
Quelle: pnp.de




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Kinder und Jugendliche sitzen heutzutage viel vor dem Computer. Sie spielen stundenlang, chatten oder filmen Mutproben, die sie ins Netz stellen. Viele der Eltern sind ratlos – doch mit verbieten kommen sie nicht weiter. Dadurch leidet oft die Kommunikation zwischen den Eltern und Kindern. Aber das Reden untereinander ist sehr wichtig, wie auch der Medienpädagoge Professor Andreas de Bruin meint.
