Artikel mit dem Schlagwort Missbrauch

Studie: Sexueller Missbrauch von Kindern rückläufig?

Misshandelte Seelen - Foto: Timo Hermann (seen.by/timohermann)

Eine aktuell von Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) vorgestellte Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN) lässt einen Rückgang sexueller Übergriffe auf Kinder erschließen. In der repräsentativen Studie wurden rund 11.400 Bürger zwischen 16 und 40 Jahren befragt, ob sie als Kind sexuell misshandelt oder Opfer von Exhibitionisten geworden seien. Das Ergebnis der Studie kann im Vergleich zur letzten Studie aus 1992 tatsächlich überraschen: weniger Befragte als damals gaben an, missbraucht worden zu sein. (weiterlesen …)

Statistik: Dramatischer Anstieg von Kindstötungen und Misshandlung

Misshandelte Seelen - Foto: Timo Hermann (seen.by/timohermann)

Die Gewalt gegen Kinder nimmt in erschreckendem Maße zu: die Statistik, die der Bund Deutscher Kriminalbeamter heute zusammen der Deutschen Kinderhilfe in Berlin präsentierte, war verheerend. 183 Kinder wurden in Deutschland im vergangenen Jahr getötet – jeden zweiten Tag eines. Im Vorjahr waren es noch 153, was einen alarmierenden Zuwachs von 20 Prozent bedeutet. Doch auch körperliche Misshandlung und sexueller Missbrauch nehmen zu. (weiterlesen …)

Neue Untersuchungsräume für forensische Ambulanz in Mainz

In Mainz sind nun ein Untersuchungsraum und ein Wartezimmer von der forensischen Ambulanz für Opfer häuslicher Gewalt eingeweiht worden. Die neuen Einrichtungen sind vor allem speziell für Kinder. Das Institut für Rechtsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität teilte mit, dass in diesem Bereich in den vergangenen Jahren die Zahl der mutmaßlichen Fälle enorm angestiegen ist. Von den 550 Personen, die im vergangenen Jahr diesbezüglich untersucht wurden, waren 70 Prozent Kinder. Die Rechtsmediziner haben eine spezielle Ausbildung und können sofort unterscheiden, ob die Verletzungen durch einen Schlag, einen Sturz oder von selbst entstanden sind. (weiterlesen …)

Regensburg: Neue Kinderschutzstelle fordert mehr Schutz für Kinder und Babys

In Regensburg ist gibt es seit dem 01. September 2009 im Landratsamt die Koordinierende Kinderschutzstelle (KoKi). Diese Einrichtung möchte der Gefahr vorbeugen, dass Kinder aufgrund von Vernachlässigung, Misshandlung oder Missbrauch an Leib und Seele Schaden erleiden. Vor allem sollen dabei Eltern von Kleinkindern bis zu einem Alter von drei Jahren und auch Schwangere unterstützt werden. Laut dem Amtschef Karl Moser soll möglichst frühzeitig die neue Leistungsform der Jugendhilfe dieser Personengruppe beistehen.

Am Montag haben die beiden Diplom-Sozialpädagoginnen Tanja Frieser und Simone, bei der Sitzung des Jugendhilfeausschusses das Projekt „KoKi“ vorgestellt. Die Zielgruppen in dem Landkreis sollen vorranging aus Familien bestehen, die selbst aus einem Umfeld aus Heimerziehung, Armut, Streit und Gewalt in der Familie stammen, oder deren Eltern Sucht- und psychische Erkrankungen hatten. Aber auch junge Mütter unter zwanzig Jahren sollen miteinbezogen werden. Durch netzwerkbezogene Kinderschutzarbeit soll dieser frühe Kinderschutz von „KoKi“ geleistet werden. Im ersten halben Jahr wollen sich deshalb die beiden Frauen damit beschäftigen, diese Netze zu knüpfen und auszubauen. Sie wollen ihr Konzept erklären und vorstellen, in sozialen Einrichtungen bei allen Bürgermeistern und  Pfarrern im Landkreis.

Quelle: idowa

Sexueller Missbrauch von Kindern: Gut 100 Opfer am Canisius-Kolleg

Die Zahl der missbrauchten Kinder rund um die Vorfälle am Canisius-Kolleg ist offenbar weitaus höher als zunächst angenommen. Wie die Berliner Rechtsanwältin Ursula Raue sagte, sind es inzwischen rund 100 Missbrauchs-Opfer, die sich bei ihr gemeldet haben. Die Anwältin betonte hierbei, dass es sich hierbei auch um Schüler anderer Jesuiten-Schulen handelt und die Vorfälle bundesweit gemeldet wurden. Detaillierte Zahlen will die Rechtsanwältin im Laufe dieser Woche öffentlich machen. Raue arbeitet an der Aufklärung im Auftrag der Jesuiten, jedoch unabhängig von der Ordensleitung.

Weitere verjährte Vorgänge sind auch aus dem Bistum Hildesheim bekannt geworden. Das Bistum erhielt nach eigenen Angaben neue Hinweise auf sexuellen Missbrauch an Kindern durch Geistliche. Hierbei soll es sich vor allem um neue Vorwürfe gegen die drei Jesuiten handeln, die im Mittelpunkt des Skandals stehen. Die Vorfälle ereigneten sich allerdings vor allem im Zeitraum von vor 35 bis 50 Jahren.

Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung

Schon wieder sexueller Missbrauch: Kirche suspendiert Kantor in Schleswig-Holstein

Scheinbar nehmen die Berichte über sexuellen Missbrauch in der Kirche nicht ab. Wie NDR 1 Welle Nord vermeldete, steht nun in der Gemeinde Geesthacht in Schleswig-Holstein der sexuelle Missbrauch an einer 14jährigen Konfirmandin im Raum. Sie soll von einem 44jährigen Mitarbeiter der evangelischen Kirchengemeinde sexuell missbraucht worden sei. Der Kantor ist von seinem Dienst in der Gemeinde suspendiert worden.

Der Kirchenmusiker darf keinen Schritt mehr in die Gemeinderäume unternehmen, erklärte der Pressesprecher der Nordelbischen Kirche – und natürlich auch kein Kontakt zu Kindergruppen mehr haben. Der 44jährige ist schon seit 21 Jahren in der Kirche tätigt und leitete in vier Kindergärten in der Gemeinde Geesthacht die musikalische Früherziehung.

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Lübeck bestätigte, dass die Eltern des 14jährigen Mädchens eine Anzeige wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs ihrer Tochter gegen den Kirchenmusiker gestellt haben. Eine Woche später – nachdem der Anwalt des Kirchenmusikers die Gemeindeleitung über die Strafanzeige informierte – erfolgte die Suspendierung des Mitarbeiters.

Quelle: NDR

Jesuitenorden nur der Anfang? Immer mehr Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche bekannt

Katholische Kirche Missbrauch

Die jüngst bekannt gewordenen Missbrauchsfälle beim Jesuitenorden scheinen nur die Spitze des Eisbergs zu sein. Denn wie der “Spiegel” berichtet, ist die Anzahl der sexuellen Übergriffe in der katholischen Kirche in Deutschland, die bekannt geworden sind, weit größer als bisher vermutet. Laut dem Magazin ergab eine Umfrage bei sämtlichen 27 deutschen Bistümern, dass seit dem Jahr 1995 mindestens 94 Verdachstfälle des sexuellen Missbrauchs bekannt geworden sind. Davon sind aber den Angaben zufolge sehr viele zum Zeitpunkt des Bekanntwerdens schon verjährt gewesen. 30 der Fälle seien in der Vergangenheit vor die Gerichte gekommen, hieß es. Mindestens zehn Fälle sollen im Augenblick die Justiz in Deutschland beschäftigen. 24 der 27 Bistümer hatten geantwortet, keine Auskunft gab es von den Bistümern Regensburg, Dresden-Meißen und Limburg. Die Oberhäupter der Katholischen Kirche in Deutschland wollen sich ab dem 22. Februar auf der Tagung der Deutschen Bischofskonferenz mit dem kirchenweiten Missbrauchsskandal beschäftigen.

Dabei scheinen auch die Vorkommnisse am Berliner Elitegymnasiums Canisius längst kein Ende erreicht zu haben. Wie die Berliner Rechtsanwältin Ursula Raue berichtet, gibt es offenbar immer mehr E-Mails und Anrufe von einstigen Canisius-Schülern. Inzwischen sollen es bereits rund 30 Opfer sein, die sich gemeldet haben. Die Rechtsanwältin sprach von einer Lawine, die die Zahl der Opfer täglich steigen lässt. Zudem würden sich auch viele Menschen melden, die als Kinder oder Jugendliche in anderen Institutionen der katholischen Kirche missbraucht worden sein sollen.

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