Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes haben Eltern in Deutschland in den ersten drei Monaten des Jahres 2010 beim Elterngeld mehr staatliche Unterstützung bekommen als im ersten Quartal 2009. Der Durchschnitt des Elterngeldes ist um rund 40 Euro angestiegen, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Das Nettoeinkommen, das aufgrund der „Babypause“ wegfällt, wird noch in der Regel zu 67 Prozent durch das Elterngeld ersetzt. Der Höchstbetrag liegt bei monatlich 1.800 Euro.
Bei den Eltern, die im ersten Quartal den Bezug des Elterngeldes beendet haben, liegt der Durchschnitt den Angaben zufolge bei 699 Euro. Dabei wurden rund 38.000 Väter und mehr als 151.000 Mütter gezählt, die das Elterngeld in Anspruch genommen haben. Bei rund 20 Prozent lag also der Anteil der Väter. Bei der Geburt ihres Kindes waren acht von zehn Vätern erwerbstätig. Bei den Müttern sieht das etwas anders aus, denn hier haben knapp sechs von zehn gearbeitet (58 Prozent). Im ersten Bezugsmonat lag bei den erwerbstätigen Müttern der durchschnittliche Elterngeldanspruch bei 855 Euro, und bei den Vätern bei 1114 Euro im Monat.
Eltern, die vor der Geburt nicht erwerbstätig sind, erhalten einen Grundbetrag von 300 Euro. Im Rahmen des Sparpakets für Eltern will die Regierung bei Hartz IV Empfängern diesen Zuschlag abschaffen und bei Erwerbstätigen kürzen. Warum aber beispielsweise eine Millionärsgattin, die nicht arbeitet und auch nicht arbeiten will, das Elterngeld bekommen soll, während eine Hartz IV Empfängerin, die gerne arbeiten würde, aber keine Arbeit findet, jedoch diese Leistung nicht mehr erhalten soll – dies konnte die fragwürdig agierende Bundesregierung bislang nicht erklären.




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