Artikel mit dem Schlagwort Schulen

Kinder mit Migrationshintergrund sind an deutschen Schulen im Nachteil

Ausländische Schulkinder

An deutschen Schulen werden Jugendliche mit Migrationshintergrund noch immer benachteiligt. Der Paritätische Gesamtverband hat in Berlin eine Studie vorgestellt, aus der das hervorgeht. Dabei mache fast nur jeder zehnte ausländische Schüler das Abitur, aber im Gegensatz dazu beendet fast jeder dritte deutsche Schüler das Gymnasium mit dem Abschluss. Bei den Kindern, die die Schule ganz ohne Abschluss verlassen, ist das Missverhältnis noch gravierender. Hierbei sind es 15 Prozent der ausländischen und sechs Prozent der deutschen Schüler, gibt Barbara John Vorstandsmitglied des Verbandes an. (weiterlesen …)

Kinder werden weltweit noch immer häufig zur Arbeit gezwungen

Kinderarbeit

Laut einem aktuellen Bericht der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) der Vereinten Nationen wurden Ende 2008 noch immer rund 215 Millionen Kinder zur Arbeit gezwungen. Die Kinder müssen vor allem in Bergwerken, Fabriken und auf Feldern schuften – oder aber sie sind im Sexgewerbe tätig. Seit 2004 konnte zwar ein kleiner Rückgang verzeichnet werden – damals waren es noch 222 Millionen Kinder. Doch ist der Fortschritt noch zu gering, um das im Jahre 2006 gesteckte Ziel der ILO, die Abschaffung der Kinderarbeit im Jahre 2016 zu erreichen. Hiervon ist man noch weit entfernt. Hauptsächlich in Asien und Afrika ist die Kinderarbeit weit verbreitet, und in Schwarzafrika wird sogar jedes vierte Kind dazu gezwungen.

Laut der ILO sollten die Eltern und Regierungen überzeugt werden, dass die Kinder in Schulen oder anderen Bildungseinrichtungen besser aufgehoben sind als bei schwerer körperlicher Arbeit. Aufgrund der weltweiten Wirtschaftskrise könnte sogar die Zahl der Kinderarbeit wieder ansteigen. Für Schulen steht dadurch in den armen Ländern immer weniger Geld zur Verfügung. Aber auch verlassen Kinder die Einrichtungen, weil sie zum Familieneinkommen beitragen müssen. Außerdem möchten teilweise die Firmen in diesen Ländern lieber Kinder beschäftigen als Erwachsene – weil diese billiger sind. Zudem erhält nur jedes fünfte Kind überhaupt einen Lohn. Der Studie zufolge riskierten im Jahr 2008 weltweit rund 115 Millionen Kinder zwischen fünf und 17 Jahren mit einer Arbeit ihre Gesundheit und Sicherheit.

Quelle: Stuttgarter Zeitung

Schleswig-Holstein will Sportvereine für arme Kinder öffnen

Das Land Schleswig-Holstein möchte Kindern, die von Armut betroffen sind, den Zugang zu einem Sportverein ermöglichen. Dazu startet der Innenminister Klaus Schlie die Initiative „Kein Kind ohne Sport“. Speziell Kindergärten, Schulen, Vereine, Kommunen und Sponsoren werden dazu aufgerufen, sich an dem Projekt zu beteiligen. Dadurch sollen sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche die Möglichkeit erhalten, sich im Sportverein betätigen zu können.

Im Land sollen nach Angaben der Sportjugend rund 76.000 Kinder und Jugendliche in Familien aufwachsen, die von Armut betroffen sind. Es steht diesen deshalb kein Geld zur Verfügung, um sich an Sport- oder Freizeitaktivitäten zu beteiligen. Weil der Beitrag eines Vereins für diese Familien nicht aufzubringen ist, wird diesen Kindern der Zutritt zum Sportverein verwehrt. Auf der anderen Seite sind natürlich alle Sportvereine auf die Gelder der Mitglieder angewiesen.

Weiterhin gab Schlie bekannt, dass die Sportjugend von Schleswig-Holstein in 15 Veranstaltungen für die Aktion werben wird. Mit einem Zuschuss von 10.000 Euro wird das Innenministerium die Kampagne unterstützen. Mit dieser Aktion möchte Minister Schlie Sport, Bewegung und Ernährung mehr Bedeutung geben. Für junge Menschen ist ein organisierter Sport sehr wichtig, denn er stärkt das Selbstwertgefühl, und stabilisiert den Zusammenhalt in der Gesellschaft.

Flexible Grundschule: Neues Projekt in Bayern

Wenn Kinder in die erste Klasse der Grundschule kommen, ist es egal, ob sie schon lesen können. Auch spielt es keine Rolle, ob sie bis 3, 20 oder 100 zählen können. Ebenso fragt auch niemand danach, wie es mit dem Schreiben aussieht. Alle Kinder werden gleichzeitig eingeschult und für alle Kinder gibt es die Regel-Grundschulzeit von vier Jahren.

Die Bayerischen Grundschulen wollen diese Ungerechtigkeit stoppen und in Zukunft dem unterschiedlichen Entwicklungsstand der Kinder gerechter werden. Das bedeutet, dass ab dem nächsten Schuljahr ein neues Projekt „Flexible Grundschule“ startet. In diesem Projekt sind 20 ausgewählte Schulen in Bayern integriert. In diesen Schulen wird es eine jahrgangsübergreifende Eingangsstufe geben, die aus den alten ersten und zweiten Klassen gebildet wird.

Wie der bayerische Bildungsstaatssekretär Marcel Huber mitteilte, können in diesem neuen Schulmodell leistungsschwächere Kinder drei Jahre bleiben. Damit wird es in der „flexiblen Grundschule“ auch viel weniger Kinder in den ersten Schuljahren geben, die sitzen bleiben. Diese Kinder wurden auch das „Versager“-Gefühl nicht kennenlernen und zudem müssen sie auch nicht in eine total andere unbekannte Klasse wechseln. Diese Kinder bleiben dann in teilweise unveränderten sozialen Gruppen. Andererseits können die Kinder der „flexiblen Grundschule“, die sehr gut sind, nach so einer Eingangsstufe sofort in die reguläre dritte Klasse wechseln.

Quelle: Welt

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