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Das Risiko einer Fehlgeburt steigt durch die Einnahme von Antidepressiva

Die normale Entwicklung des Fötus kann durch Depressionen in der Schwangerschaft gestört werden. Eine kanadische Studie zeigt jetzt, dass das Risiko einer Fehlgeburt auch durch eine Behandlung mit Antidepressiva erhöht werden kann. Oft war ein vorzeitiges Ende einer Schwangerschaft verbunden, wenn Medikamente aus der Gruppe der Selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer eingenommen wurde. Gleiches galt auch für Behandlungen mit mehr als einem Mittel.

Die Mediziner schreiben im „Canadian Medical Association Journal“, dass es wichtig sei, über die Nutzen und Risiken von medikamentösen Behandlungen mit Schwangeren zu sprechen, die unter Depressionen leiden. Um nachzuweisen, wie stark durch Antidepressiva das Risiko einer Fehlgeburt tatsächlich steigt, würde die Aussagekraft der Studie nicht ausreichen. Darauf weist ein begleitender Kommentar hin. Unter Depressionen während der Schwangerschaft leiden etwa 15 Prozent. Laut Anick Bérard von der University of Montreal und Kollegen nehmen davon 3,7 Prozent ein Antidepressivum ein. Die Forscher werteten dafür Daten von 5124 Frauen, in der bisher größten Studie dieser Art aus, die während der ersten 20 Schwangerschaftswochen eine Fehlgeburt hatten. Mindestens ein Rezept für ein Antidepressivum erhielten während der Schwangerschaft 5,5 Prozent der Frauen.

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