Wann sollen Kinder ins Bett?

Viele Eltern stellen sich die Frage, wann sie ihr Kind eigentlich ins Bett schicken sollen. Klar ist, dass sich das Schlafbedürfnis auch mit zunehmendem Alter verringert. Man kann zwar Richtzeiten für jedes Alter angeben, doch ist der Schlafbedarf auch von Kind zu Kind unterschiedlich.

Häufig ist es so, dass die Kinder viel zu viel Zeit in ihrem Bett verbringen, die tatsächliche Schlafzeit ist viel geringer. So ist es nicht verwunderlich, dass viele Kinder quengeln, wenn sie ins Bett gehen sollen, oder sie haben auch Probleme beim Einschlafen, weil sie noch gar nicht wirklich müde sind.

Das Schlafbedürfnis kann ganz verschieden sein

Ein Kleinkind, das etwa 24 Monate alt ist, hat einen durchschnittlichen Schlafbedarf von 12 bis 13 Stunden. Gehen die Kinder schon in den Kindergarten, so ist das Schlafbedürfnis meistens etwas geringer. Der Schlaf am Tag verringert sich ganz wesentlich, aber einige Kinder schlafen auch im zweiten Lebensjahr noch zweimal am Tag, andere wollen mit zwei Jahren tagsüber gar nicht mehr schlafen.

Haben Kinder ein Handicap, zum Beispiel eine geistige Behinderung, so schlafen sie in der Regel etwas mehr. Es kann für Eltern hilfreich sein, über den Zeitraum von vier Wochen ein Schlafprotokoll zu führen. Dort trägt man die Uhrzeit des Zubettgehens und die Dauer des Schlafes ein. So wird man im Laufe der Zeit schnell feststellen, ob das Kind zu wenig oder gar zu viel Schlaf abbekommt. Ist die Schlafzeit zu lange, so verlagert man die Zubettgehzeit etwas nach hinten, oder man verkürzt den Mittagsschlaf.

Manche Kinder verzichten schon früh auf den Mittagsschlaf

Der Mittagsschlaf ist ein ganz wichtiges Thema, wenn es um die Schlafenszeiten geht. Der Zeitpunkt, wann Kinder mittags nicht mehr schlafen möchten, kann ganz unterschiedlich sein. Es hängt auch immer davon ab, wie ausgepowert ein Kind den Tag über ist. Viele Kinder wollen auch noch im Kindergartenalter einen Mittagsschlaf machen, zumindest ab und zu. Es muss auch nicht immer ein Schläfchen sein, viele ruhen sich einfach nur etwas aus in dieser Zeit und machen es sich auf dem Sofa oder dem Bett gemütlich.

Zwingen kann man die Kinder nicht zum Schlafen, möchten sie alle keinen Mittagsschlaf mehr, so muss man das akzeptieren. Sollte man merken, dass das Kind sehr müde ist, so sollte man allerdings versuchen, den Mittagsschlaf noch länger beizubehalten. Sobald man jedoch feststellt, dass das Kind abends nicht ins Bett möchte, sollte man überlegen, ob der Mittagsschlaf noch Sinn macht. Oftmals werden die Schlafenszeiten nämlich auf den Tag verlagert, so dass die Kinder abends nicht müde genug sind.

Zubettgehzeit und Aufstehzeit müssen stimmen

Wann es morgens Zeit zum Aufstehen ist, das steht meistens schon fest, wenn Kindergarten oder Schule besucht werden. Danach richtet sich dann auch die Zeit, wann die Kinder abends ins Bett müssen. Muss das Kind also morgens um 7 Uhr aufstehen, so sollte es bei einem Schlafbedarf von etwa 10 Stunden gegen 21 Uhr ins Bett gehen. Braucht es länger zum Einschlafen, beginnt man bereits eine halbe Stunde eher mit dem Abendritual, vielleicht kann es noch etwas lesen oder Musik hören.

Muss das Kind morgens nicht zu einer bestimmten Uhrzeit aufstehen, kann man flexibler sein. Dann sollte man auch den jeweiligen Schlaftypen berücksichtigen. Manche Kinder kommen morgens nur schwer in Fahrt, während andere wiederum topfit sind. Im folgenden ein paar Richtwerte:

Alter 1 bis 4 Jahre: 12 Stunden Schlaf

Alter 5 bis 6 Jahre: 11,5 Stunden Schlaf

Alter 7 bis 9 Jahre: 11 Stunden Schlaf

Alter 10 bis 11 Jahre: 10,5 Stunden Schlaf

Alter 12 bis 13 Jahre: 10 Stunden Schlaf

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