Was tun wenn das Baby Koliken hat?

Während der neun Monate der Schwangerschaft bekam das Baby alles Notwendige über die Nabelschnur. Ist der Säugling dann auf der Welt, müssen sich Magen und Darm erst an die Umstellung in der Ernährung gewöhnen.

Das führt bei einem Großteil der Babys zu Problemen, sie schreien viel, sind von den Eltern kaum zu beruhigen, und diese sind irgendwann mit den Nerven am Ende. Diese erste Zeit ist eine große Belastung für die ganze Familie, die Nerven liegen blank, und dazu kommt dann meistens noch Schlafmangel.

3-Monats-Koliken sind häufig

Es ist vollkommen normal, dass Babys in den ersten Wochen und Monaten viel weinen. Alles ist neu, und unzählige Eindrücke stürmen auf sie ein, diese können sie einfach nicht alle auf einmal verarbeiten. Weinen und Schreien ist die einzige Möglichkeit den Eltern mitzuteilen, dass etwas nicht stimmt.

Fängt das Baby jedoch auffallend häufig nach den Mahlzeiten zu weinen und schreien an, dann handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um die so genannten 3-Monats-Koliken. Das Kind hat dann krampfartige Schmerzen im Bauch und schreit deshalb, oftmals ist es kaum zu beruhigen.

Der Name dieses Phänomens ist etwas ungeschickt gewählt, denn diese Probleme können auch bis zum 6. Monat oder länger anhalten. Es fällt auf, dass wesentlich mehr Jungen als Mädchen unter diesen Koliken leiden.

Wissenschaftler sind sich bis heute nicht einig, warum Blähungen nur manchen Kindern so zu schaffen machen. Gefährlich sind diese Verdauungsprobleme nicht, die Organe müssen sich eben erst an die Nahrung außerhalb des Mutterleibs gewöhnen.

Was tun gegen Koliken beim Baby?

Wird das Baby gestillt, muss die Mutter unbedingt auf ihre Ernährung achten. Stark blähende Lebensmittel wie Zwiebeln, Paprika, Steinobst, Hülsenfrüchte und Kohl sollten in dieser Zeit lieber vom Speiseplan gestrichen werden.

Kuhmilch enthält Laktose, diese macht nicht nur uns Erwachsenen oft zu schaffen, sie kann auch beim gestillten Baby zu Problemen führen, wenn die Mutter diese zu sich nimmt. Sowohl beim Stillen als auch beim Geben der Flasche ist es wichtig, dass nicht zu viel Luft in den Bauch des Babys gelangt.

Die Fütterung sollte immer in ruhiger Umgebung und mit viel Zeit erfolgen, bei Stress und Hektik schluckt der Säugling viel mehr Luft mit. Ist die Brust etwas übervoll, dann kann man sie vor dem Stillen etwas ausstreichen.

Beim Trinken aus der Flasche darf das Loch im Sauger nicht zu groß sein. Ursache für Blähungen kann auch ein zu kurzer Abstand zwischen den Mahlzeiten sein, eventuell kann man diese etwas ausdehnen.

Nach der Mahlzeit sollte man darauf achten, dass das Baby ein Bäuerchen macht. Hilft das aufrechte Tragen und leichte Klopfen auf den Rücken nicht, kann man es mit der so genannten Fliegerposition versuchen.

Man legt den Säugling mit dem Bauch auf den Unterarm, der Kopf zeigt zur Armbeuge. Durch den sanften Druck des Unterarmes auf den Bauch des Kindes kann die Luft leichter aus dem Körper entweichen.

Viele Kinder lieben diese Position und werden so gerne durch die Gegend getragen, weil sie dabei besonders viel sehen. Hilft alles nichts, kann man sich vom Kinderarzt auch Tropfen gegen Blähungen verschreiben lassen.

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