Was tun, wenn das Zeugnis ein Giftblatt ist?

In einigen Bundesländern ist es schon so weit, in anderen wird er nicht mehr lange auf sich warten lassen. Gemeint ist der letzte Schultag vor den Sommerferien, in dem bekannter Massen es wieder das Zeugnis gibt. Gerade wenn das Kind sich nicht gerade mit einem Zettel voller Einser nach Hause begibt, sondern die ein oder andere schlechte Note oder generelle Verschlechterung in Zeugnis sichtbar wird, sollten nicht nur die Eltern Ruhe bewahren, sondern vor allem auch der Schüler.

Immer wieder trauen sich Kinder mit einem schlechten Zeugnis nicht nach Hause, verstecken sich bei Freunden oder anderen Vertrauenspersonen. Dahinter steckt die Angst vor der Reaktion der Eltern, möglichen Strafen und auch unterbewusst der Gedanke, die Eltern könnten das Kind wegen seiner schlechten Leistungen weniger lieben. Doch sollte kein Kind Angst haben, sein Zeugnis heim zu tragen, wie immer es auch aussehen mag.

Zunächst einmal sei allen Kindern und Jugendlichen der Tipp an die Hand gegeben, im Zweifel sich mit dem schlechten Zeugnis nicht allein der Reaktion der Eltern auszusetzen, wenn sie diese fürchten. Hier kann die beste Freundin oder der beste Freund, ein Verwandter, zu dem man Vertrauen hat, oder auch eine andere Vertrauensperson, die gemeinsam mit dem Kind das Zeugnis präsentiert, helfen.

Für Eltern gilt bei einem schlechten Zeugnis als allererste Reaktion vor allem durchzuatmen, Ruhe zu bewahren und dem Kind keine Vorwürfe deswegen zu machen oder sogar Strafen zu verhängen, ändern am Zeugnis wird dies nicht, nur am Verhältnis des Kindes zu den Eltern. Auch sollte das Kind erst einmal zumindest die erste Woche der Ferien abschalten und genießen dürfen, danach ist immer noch genug Zeit, gemeinsam mit dem Kind über das Zeugnis zu sprechen und Lösungen gegen eine Wiederholung der schlechten Noten zu erarbeiten.

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