Wie viel Hilfe braucht ein Kind bei den Hausaufgaben?

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Hausaufgaben sind in vielen Familien ein immer wiederkehrender Konfliktpunkt. Einerseits sollen die Kinder durch die Aufgaben lernen, selbstständig den im Unterricht besprochenen Stoff zu verinnerlichen, andererseits wollen Eltern ihrem Kind helfen. Es ist nur natürlich, dem Nachwuchs unterstützend unter die Arme greifen zu wollen. Doch kann hier zu viel Unterstützung auch mehr schaden als nützen. Erledigen die Kinder die Aufgaben selbständig, so fördert dies nicht nur die Eigeninitiative, die Kinder lernen auch ihre Fehler eigenständig zu erkennen.
Gerade, wenn die Schulnoten schlecht sind, neigen Eltern schnell dazu, ihren Kindern mehr als nötig zu helfen. In einem solchen Falle jedoch kann genau die gut gemeinte Hilfe zu einem Teufelskreis führen. Der Schüler lernt weniger bei den Hausaufgaben, da er nicht versuchen muss eigenständig seine Fehler zu suchen und zu erkennen, die Noten werden noch schlechter, besorgte Eltern zu noch mehr Hilfe neigen.

Der Bildungsforscher Prof. Ulrich Trautwein von der Universität Tübingen rät Eltern daher nicht mehr als nötig tätig zu werden. Eine Unterstützung, wenn die Kinder um Hilfe fragen würden, sei okay. Diese Unterstützung kann durchaus darin bestehen, dem Kind zu helfen einen Weg zur Bewältigung seiner Aufgaben zu finden, ohne ihm zu viel Arbeit abzunehmen. So ist beiden Seiten geholfen.
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