Willkommen in der Pubertät

Bild: jo-h/flickr.com

Für Kinder ist es die verwirrendste Zeit ihres Lebens, für Eltern meist ebenso. Fest steht nur eins, sowohl für Eltern als auch für ihre Kinder ist es der Beginn einer völlig neuen Zeitrechnung, die meist einem Gang über Glasscherben oder auch einem Besuch in der Hölle bedeutet. Die Rede ist von der Pubertät.

Egal, wie sehr heutzutage Kinder aufgeklärt sind, wie sehr auch Eltern frei mit ihren Kindern über das Thema Pubertät, Liebe und auch Sexualität reden, sobald die Kinder selbst in diese Phase eintreten und zu Teenagern werden, beginnt eine Zeit der verwirrenden Gefühle, aber auch beängstigender, wenn gleich auch spannender Veränderungen des Körpers und der Gefühle.

Noch vor etwa 150 Jahren setzte die Pubertät um einige Jahre später ein. War ein Mädchen damals bei ihrer ersten Menstruationsblutung im Durchschnitt knapp 17 Jahre alt, so ist das Alter heute bei durchschnittlich 13 Jahren. Der eigentliche Beginn der Pubertät allerdings liegt schon einige Jahre früher, wobei Mädchen eher in die Pubertät kommen als Jungen. Der Beginn ist meist unmerklich und langsam. Ab etwa einem Alter von 10 Jahren bereits fangen die Brüste bei Mädchen zu knospen. Bei Jungen setzt die Pubertät meist in einem Alter zwischen elf und zwölf Jahren ein. Das erste Anzeichen ist dabei ein Wachstum der Hoden.

Doch bedeutet die Pubertät auch eine Produktion von Hormonen, die regelmäßig für ein heftiges Wechselbad der Gefühle sorgen können. Für Eltern die Zeit, in der man die Kunst erlernen muss, einen Kaktus zu umarmen. Eltern können Kindern nur helfen, indem sie ihnen weiterhin signalisieren, sie zu unterstützen, aber auch ihnen weiterhin klare Regeln und Grenzen zu setzen. Denn die Veränderungen, die mit den Kindern in der Pubertät vor sich gehen, sind schon beängstigend genug, ein fester Anker mit festen Strukturen und Regeln innerhalb der Familie geben den nötigen Rückhalt, um auch diese Zeit zu überstehen. Sie dauert in der Regel „nur“ zwei bis vier Jahre.

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