Windeldermatitis: Hilfe, Babys Po ist wund!

Illustration: Adam.com

Windeldermatits oder Windelausschlag dürfte den meisten Eltern bestens bekannt sein. Ein wunder Po kann zahlreiche Ursachen haben – die falsche Windel, die falsche Pflege, übersensible Haut, Durchfall oder Pilzbefall können zu milden bis drastischen Rötungen im Windelbereich führen. Am häufigsten findet sich die Windeldermatitis im Anal- oder Genitalbereich des Kindes. Doch was tun, wenn sich der verhasste Anblick beim Wickeln bietet?

Die Prävention ist der wichtigste Faktor. Einige Ursachen lassen sich von vornherein reduzieren: nicht jedes Kind verträgt jede Windel. Verschiedene Produkte können bei Kindern völlig unterschiedliche Reaktionen hervorrufen, hier hilft nur Ausprobieren. Eine große Auswahl an Qualitätswindeln auch von Markenherstellern, die im Supermarkt nur selten erhältlich sind, findet sich beispielsweise bei windeln.de.

Wichtig ist zu wissen, wodurch Windeldermatitis überhaupt entsteht. Zum typischen roten Po kommt es in den häufigsten Fällen durch eine zu starke Luftabdichtung der Haut. Durch den Urin quillt die Haut auf, durch den Luftstau wird die Barrierefunktion der Haut gestört. Zudem wird Urin in Ammoniak gespalten, der sich durch einen typischen, stechenden Geruch beim Windelwechsen (“Hilfe, mein Baby stinkt!”) äußert. Dieser ist basisch und erhöht den pH-Wert der Haut, wodurch die Schutzfunktion gestört wird. Auch Stuhl, insbesondere Durchfall, greift durch die enthaltenen Verdauungsenzyme die Haut an und erleichtert die Besiedelung mit Pilzen. Auch eine Pilzbesiedlung im Darm (Candidose) des Kindes kann zu häufiger Windeldermatitis führen.
Nicht zuletzt kommen auch genetische Disposition, Unverträglichkeiten von Windeln oder Reaktionen auf Wasch- oder Pflegemittel als Ursache für Windeldermatitis in Betracht.

Windeldermatitis muss, solange sie sich nur durch milde Rötungen äußert, nicht überbewertet werden, dennoch aber ernstgenommen werden. Wird sie verschleppt oder verschlimmert sie sich, können Wunden und starker Pilzbefall bis zu einer Wanderung der Infektion in den Darmtrakt oder den Harntrakt des Kindes auftreten.
Sollten starke Rötungen oder gar Bläschenbildung auftreten, ist dringend ein Besuch beim Kinderarzt anzuraten. Bei einer anfänglichen Windeldermatitis haben Eltern folgende Möglichkeiten:

  • Verzicht auf Reinigungsmittel und schonende, aber sorgfältige Reinigung beim Windelwechsel mit warmem Wasser und weichen sauberen Tüchern. Dabei besonders auch auf die Oberschenkel-Innenseiten und Hautfalten achten – gerade bei Mädchen können Stuhlreste leicht übersehen werden.
  • So oft wie möglich für frische Luft an der Haut sorgen – windel- und hosenfreie Zeiten können hier schnell Abhilfe schaffen.
  • Nötigenfalls Behandlung mit Zinkoxidsalbe aus der Apotheke.
  • Bei starken Ausschlägen dringend den Kinderarzt aufsuchen.

Grundsätzlich sollten Eltern zur Prävention prüfen, welches Utensil wirklich in die Wickeltasche gehört. Reinigungs- und Pflegemittel wie Öle und Cremes können Sinn machen, sollten aber sparsam eingesetzt werden. Die Windeln sollten nie straff angelegt werden, um Luftzirkulation zu ermöglichen. Mit dem Baden sollten Eltern ebenfalls nicht übertreiben: tägliches Baden ist eindeutig zuviel des Guten und schadet mehr, als es nutzt!

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