Zahl der Jugendlichen ohne Schulabschluss ist noch immer zu hoch

Noch immer ist die Zahl der Jugendlichen in Deutschland zu hoch, die die Schule ohne Abschluss verlassen haben. Zwar ist die Zahl im Jahr 2009 im Vergleich zum Jahr davor um ein Viertel gesunken, doch waren es immer noch 60.000 Jugendliche. Damit diese Zahlen weiterhin sinken, will jetzt Bundesbildungsministerin Annette Schavan 755 Millionen für das Projekt „Bildungsketten“ in die Hand nehmen. Am Mittwoch hatte sie das in Berlin bekannt gegeben. Bei dem Projekt sollen Hauptschüler ab der siebten Klasse Orientierungshilfen erhalten.

Rund 355 Millionen Euro sollen laut Schavan für Bildungseinstiegsbegleiter verwendet werden. Diese sollen ehrenamtlich tätig werden. Ihre Arbeit soll dabei sein, die Jugendlichen bei der Orientierung und der Wahl eines Berufes zu unterstützen. Die restlichen 400 Millionen Euro sind für eine Potenzialanalyse, die ab der siebten Klasse eingeführt werden soll, vorgesehen. Das Verfahren ist in Modellregionen schon erprobt worden, und hat sich positiv ausgewirkt. Sehr viel effektiver als nur schulische Fördermaßnahmen hat sich bei dem Konzept die Werkstatterfahrung in Bildungszentren erwiesen. Trotz der Wirtschaftskrise sollen die Unternehmen den Jugendlichen eine Möglichkeit für eine Lehrstelle geben, forderte die Ministerin.

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