Auch Eltern machen Fehler

Solange man keine Kinder hat, scheint es, als dürfe man sich auch ruhig einmal irren oder eben etwas nicht so ganz perfekt machen. Sobald aber aus einer Frau eine Mutter wird oder einem Mann ein Vater, so scheint es, als müsse man perfekt sein. Aber auch Eltern machen Fehler, besonders auch in der Erziehung der Kinder. Wichtig ist nur, sie auch eingestehen zu können.

Eltern müssen nicht perfekt sein, auch wenn die Medien und die Gesellschaft nicht müde werden, dieses Bild zu zeichnen. Schnell einmal ist im Zorn dann doch die Tür geknallt, etwas falsches gesagt worden oder doch das Kind angeschrien worden. Dies passiert auch den Eltern, die immer wieder als die perfekten, ewig ruhigen und immer das richtige Wort an der richtigen Stelle findend erscheinen.

Erziehung ist immer auch eine Sache des Gefühls, schließlich geht es um die eigenen Kinder. Sicherlich sind Eltern immer bemüht, alles richtig zu machen. Wenn jedoch dennoch einmal im Zorn ein Satz fällt wie etwa „Mensch, Kind! Wie kannst du nur so dämlich sein!“, dann ist dies zwar ein Fehler, doch keiner, der nicht wieder gut zu machen wäre. Sobald der Zorn, indem der Satz sicherlich gesprochen wurde, einmal verraucht ist, ist es wichtig, das Gespräch mit dem Kind zu suchen und sich zu entschuldigen. So kann das Kind zum einen erkennen, dass auch die Eltern nicht perfekt sind, was den Druck von der eigenen, durchaus häufig als eben auch noch nicht perfekten Person als Kind zu nehmen, zum anderen aber wird dem Kind damit signalisiert, dass man zu Fehlern stehen muss und mehr als das, dass es nicht weh tut, sich zu entschuldigen, wenn man einen Fehler gemacht hat.

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