Bin ich eine Rabenmutter?!

Viele Mütter gehen heute arbeiten. Durch den beständigen Ausbau von Betreuungsmöglichkeiten auch für Kinder unter drei Jahren, wird dies zunehmend zur Normalität. So bieten Krippen aber auch Tagesmüttern teilweise sehr individuelle Betreuungszeiten an, die den Wiedereinstieg in den Job schnell und Verhältnismäßigkeit problemlos ermöglichen. Doch je jünger das Kind, desto schneller sehen sich berufstätige Mütter mit einem Vorwurf konfrontiert, der manche arg ins Straucheln geraten lässt, nämlich eine Rabenmutter zu sein.

In vielen Köpfen hält sich auch in der heutigen Zeit leider hartnäckig das Bild der Mutter, die für ihr Kind auf die Karriere verzichtet und mindestens die ersten drei Jahre voll in ihrer Rolle als Hausfrau und Mutter aufgeht. Die Realität allerdings hat diese Mutterbild längst ad absurdum geführt. Dabei ist es unerheblich, ob die Familie zwei Gehälter braucht oder nicht.

Eine Rabenmutter ist ein Mutter, die ihr Kind schon vor dem dritten Geburtstag in Fremdbetreuung gibt sicherlich nicht. Im Gegenteil. Egal wie viel Liebe, Zuwendung und Förderung auch das Kind durch die Mutter erfährt, Kinder brauchen andere Kinder, um den sozialen Umgang miteinander zu erlernen, um von anderen und im Spiel mit anderen neue Rollen zu entdecken und ihre Persönlichkeit zu entwickeln und nicht zuletzt auch, um sich in neuen Situationen neu zu entdecken.  Alle Müttern, die sich je den Vorwurf der Rabenmutter anhören mussten, kann allerdings auch aus einer anderen Sichtweise heraus das schlechte Gewissen genommen werden. Je glücklicher und ausgeglichener die Mutter ist, desto mehr kann sie dies auch an ihre Kind weitergeben, denn schließlich ist eine Mutter nicht nur eine Mutter und ein Horizont, der über Windeln und Kinderkrankheiten hinaus geht, stärkt auch die junge Mutter.

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