Der Waldkindergarten

Für Eltern ist die Frage, welcher Kindergarten der richtige für ihr Kind ist, immer eine extrem schwierige Frage. Das Angebot ist breit gefächert und nicht nur die Nähe zu Wohnort oder Arbeitsstätte sollte dabei den Ausschlag geben, sondern auch die Art des Kindergartens. Ob beispielsweise ein Waldkindergarten für das eigene Kind in Frage kommt, ist für viele Eltern immer noch mit sehr vielen Fragezeichen behaftet.

Waldkindergärten sind in vielen Teilen Deutschlands noch immer eher Exoten unter den Kindergärten. Allerdings verfügen inzwischen schon relativ viele Kindergärten über eine sogenannten „Waldgruppe“. Ursprünglich stammt die Idee des Waldkindergartens aus Skandinavien. Dort wurde der erste Waldkindergarten bereits in den 1950er Jahren gegründet. Der erste anerkannte Waldkindergarten in Deutschland allerdings gründete sich erst 1993 in Flensburg.

Die Grundidee des Waldkindergartens kann einfach als ein „Kindergarten ohne Wände“ zusammen gefasst werden. Der Unterschied zu den „herkömmlichen“ Kindergärten besteht darin, dass Kinder und Erzieher ihren Kindergartentag in der freien Natur verbringen und zwar jeden Tag. Hier finden alle Aktivitäten statt, gespielt wird mit den Materialien, die die Natur bietet. Einschränkungen zu diesem Prinzip gelten nur bei extremen Witterungsbedingungen, bei denen ein Aufenthalt im Freien eine Gefahr darstellen würde. Ansonsten gilt der Grundsatz: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung! Ist es dennoch einmal nicht möglich, den Kindergartentag im Freien zu verbringen, so steht eine beheizbare Unterkunft zur Verfügung.

Vorteile des täglichen Aufenthalts in der Natur sind dabei unter anderem ein gestärktes Immunsystem und auch eine geringere Stressbelastung durch weniger Lärm. Auch fördert der Umgang mit der Natur die motorische Entwicklung der Kinder.

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