Der Zahnarzt – kein „Kinder- und Erwachsenenschreck“!

Die meisten Erwachsenen kennen dieses unangenehme Gefühl, was sich ein schleicht, wenn der nächste Zahnarzttermin ansteht. Aber auch immer mehr Kinder leiden heute unter der sogenannten Zahnarztphobie. Doch ist diese Angst eigentlich normal und kann man Kindern von vornherein diese Angst ersparen? Fakt ist, dass die heutige moderne Zahnmedizin sanfter ist und viele Zahnärzte im Umgang mit Kindern geschult sind.

Die häufigsten Ursachen einer Zahnarztphobie

Jeder Mensch hat eine natürliche Furcht vor Neuem und Unbekannten. Kinder lernen am Verhalten Erwachsener, wann eine natürliche Furcht sinnvoll ist. Sie spüren die Ängste der Eltern, Klassen- und Kindergartenkameraden und werden zudem durch viele negative Äußerungen über den Zahnarzt beeinflusst. Aber auch der Zwang durch Eltern oder den Zahnarzt, zum Beispiel den Mund zu öffnen und still zuhalten, kann die Entwicklung einer Angst vor dem Zahnarzt begünstigen.

Kind besucht Zahnarztpraxis mit Mutter

Kind besucht Zahnarztpraxis mit Mutter | Foto: CandyBoxImages / depositphotos.com

Kinder vor unbegründeten und übertriebenen Ängsten bewahren

positiver Umgang mit dem Zahnarzt

Eltern sollten sich darüber im Klaren sein, dass ihre Sprösslinge unbewusste Ängste und Befürchtungen wahrnehmen. Hier sollte man sich seiner eigenen Ängste bewusst werden und diese kritisch hinterfragen, ob diese angemessen sind. Ein positiver Umgang mit dem Thema Zahnarzt hilft einem selbst und dem Kind, bestehende oder sich entwickelnde Ängste zu verhindern oder vermindern.

Der Zahnarztbesuch – keine „Ausnahmesituation“

Ein Besuch beim Zahnarzt sollte eine normale alltägliche Situation sein. Kinder lernen so, das der Zahnarztbesuch keine Ausnahmesituation ist. Sie werden unbefangen und mit ihrer kindlichen Neugier das erste Mal zum Dentisten gehen.

Früh übt sich, wer gesunde Zähne haben möchte

Kinder sollten mit dem ersten Zähnchen lernen, das die Zahnpflege eine wichtige Rolle spielt. Das regelmäßige Zähneputzen ohne Druck, Zwang und Drohungen hilft ihm dabei entspannt zu bleiben und stolz auf seine „tollen und gesunden Zähne“ zu sein. Zuhause können die Eltern mit dem Kind „Zahnarzt spielen“, indem zum Beispiel die Puppe oder das Kuscheltier untersucht wird und ihm die Zähne geputzt werden.

Der erste Besuch in der Praxis

Außerdem hilft es dem Kind, wenn es so früh wie möglich zur „Trockenübung“ mit in die Praxis genommen wird. Ein kinderfreundlicher (und vielleicht auf Kinder spezialisierter Zahnarzt wie Dr. Frank Seidel)Zahnarzt wird ihm beim ersten Besuch zeigen, wer in der Praxis arbeitet, welche Geräte er benutzt und lässt sie diese spielerisch kennen lernen. Hier werden beispielsweise dem Kuscheltier die Zähne geputzt. Das Kind lernt so spielerisch die richtige Technik. Ein ständiges Einreden oder Streicheln während einer Behandlung ist für Kinder nicht hilfreich. Ihnen genügt oft eine berührende Hand, um sich sicher zu fühlen.

Belohnungen

Das Kind sollte nicht das Gefühl bekommen, dass es diese besondere Situation nur überstehen muss, um eine Belohnung zu bekommen. Die meisten Zahnärzte geben ihren kleinen Patienten am Ende der Untersuchung eine kleine Belohnung, damit diese den Besuch in positiver Erinnerung behalten.

Der Zahnarztbesuch ist überstanden

Vermeiden sie Kommentare, wie „Das tat ja gar nicht weh, siehst Du.“. Kinder malen sich dann in ihrer Fantasie aus, das es doch weh tun könnte. Dies kann neue Unsicherheiten und Ängste auslösen.

Fazit

Kinder entwickeln weniger Ängste, wenn sie lernen, das der Besuch beim Zahnarzt eine normale Situation im Leben darstellt. Positive Erfahrungen können eine Ausprägung von Ängsten verhindern. Erwachsene sollten sich bewusst sein, das sie ein Vorbild für ihre Kinder sind und so die Weichen für einen normalen Umgang mit dem Zahnarzt stellen können.

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