Geld anlegen für die Kleinen

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Das traditionelle Sparbuch, ein Klassiker seit Jahrzehnten, ist heutzutage jedoch keine Option mehr, wenn für den Nachwuchs finanziell vorgesorgt werden soll. Auch ein Banksparplan bringt nicht mehr die gewünschte Vermögensvermehrung. Die Niedrigzinsphase, die vor mehreren Jahren begonnen hat und wohl noch ein paar Jahre anhalten kann (und wohl auch wird), hat sozusagen die traditionellen Anlage-Klassiker zerstört. Zu glauben, eine Ausbildungsversicherung würde besser sein, der irrt ebenfalls. Auch wenn die Versicherung pünktlich zu Beginn der Ausbildung oder des Studiums genutzt werden kann oder auch eine finanzielle Stütze ist, sofern die Eltern sterben (einmalige Auszahlung oder monatliche Rate – ähnlich wie bei einer Lebensversicherung), so darf nicht vergessen werden, dass die Zinsen extrem niedrig, die Kosten für die Versicherung aber recht hoch sind. Das heißt, das Ersparte wird aufgefressen.

Traditionelle Produkte bringen keine Gewinne mehr

Aufgrund der Tatsache, dass altbekannte Veranlagungen nicht mehr die gewünschten Renditen bringen, suchen Eltern und auch Großeltern nach Alternativen. Schlussendlich möchte man dem Kind oder Enkelkind einmal eine attraktive Summe überreichen können – so etwa für das erste Auto oder die erste eigene Wohnung. Vergleicht man die heutigen Optionen miteinander, so bleibt am Ende nur eine Möglichkeit: Aktien. Wer hier sofort ablehnt, weil Aktien zu gefährlich sind, sollte sich jedoch die unterschiedlichen Statistiken und auch Entwicklungen des DAX (deutscher Aktienindex) ansehen.

Wer innerhalb der letzten 40 Jahre in den Leitindex, also nicht in einzelne Werte, investiert hat, konnte bei einer 13 Jahre langen Anlagedauer immer einen Gewinn erzielen. Zu beachten ist die durchschnittliche Jahresrendite – diese lag bei rund 8 Prozent. Eine Rendite, die aktuell mit keiner anderen Geldanlage erzielt werden kann. Wer seinem Kind etwa zum 18. Geburtstag eine finanzielle Hilfe sein möchte, der hat also genug Zeit, wenn er in Aktien (oder besser gesagt: in den Index) investieren möchte. Empfehlenswert sind die kostengünstigen Indexfonds (kurz: ETFs) auf MSCI World oder DAX. Monatliche Sparpläne können beispielsweise über Online-Banken eingerichtet werden – natürlich kann man auch eine Filialbank kontaktieren, muss sich aber bewusst sein, dass hier die Kosten wesentlich höher als bei einer Online-Bank sind.

Weniger lukrativ ist es hingegen, wenn sich die Eltern und/oder auch die Großeltern zu lange Zeit lassen und erst dann finanziell für den Nachwuchs vorsorgen möchten, wenn dieser bereits zehn oder zwölf Jahre alt ist. Hier wären Aktien, aufgrund der Tatsache, dass Gewinne nur bei einem langen Anlagehorizont erzielt werden, zu riskant. Bewegt sich der Markt nämlich plötzlich in die andere Richtung, so kann es sehr wohl Jahre dauern, bis die Verluste wieder ausgeglichen werden. In diesem Fall bleibt nur ein wenig empfehlenswertes Fest- oder Tagesgeld.

Aktien sind die einzige Alternative

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Wer für sein Kind finanziell vorsorgen möchte, der braucht heutzutage eine Alternative zu den nicht mehr empfehlenswerten Sparbüchern oder Ausbildungsversicherungen. Wer Angst vor der Börse hat, der sollte sich jedoch bewusst sein, dass Investitionen in einen ETF, der nur einen Index nachbildet, keinesfalls extrem riskant sind; gefährlich wird es an der Börse nur dann, wenn etwa gehebelte CFDs für den hohen Gewinn sorgen sollen. Natürlich ist ein Investment in Aktien (oder in einen Index) nicht zu 100 Prozent gefahrlos, jedoch haben die letzten Jahrzehnte gezeigt, dass die Angst vor Verlusten (bei einem langen Anlagehorizont) unbegründet ist.

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