Immer weniger Kuren für Mutter und Kind

Besonders Mütter mit kleinen Kindern und Alleinerziehende beantragen Mutter und Kind Kuren. Doch wirft man einen Blick auf die Zahlen der Mütter, die in dem vergangenen Jahr die Chance erhielten, gemeinsam mit ihren Kindern einen Kuraufenthalt in einer der vielen Einrichtungen zu erhalten, so könnte man glauben, Mütter der heutigen Zeit wurden eine Kur weniger benötigen, als früher. Doch nicht die Zahl der beantragten Kuren ist rückläufig, sondern die Krankenkassen genehmigen immer weniger Kuren für Mutter und Kind.

Das Müttergenesungswerk veröffentlichte neuste Zahlen, nach denen immer mehr Anträge von Müttern auf Kuren von den Krankenkassen abgelehnt werden. Laut Angaben des Müttergenesungswerks, kurz MGW haben die Krankenkassen im Jahr 2010 rund drei Prozent mehr Anträge von Müttern auf eine Kur abgelehnt, als im Jahr zuvor. Bei der Vorstellung der Zahlen kritisierte die Schirmherrin des MGW Bettina Wulff: „Es gibt einen Konflikt zwischen dem Bedarf an Kuren und dem, was Krankenkasse bereit sind zu zahlen.“

Dabei ist der Zeitpunkt, bis Mütter einen Antrag auf ein Mutter und Kind Kur stellen meist erst ein sehr später. Wenn der Antrag auf Kostenübernahme der Kur bei den Krankenkassen eingeht, ist meist eine Genesung meist nur noch mit Hilfe eines Kuraufenthaltes möglich. Doch selbst, wenn der Antrag auf eine Mutter und Kind Kur genehmigt wird, dauert es bis zu diesem Zeitpunkt meist recht lange.

An Plätzen für Mutter und Kind Kuren mangelt es dabei sicherlich nicht. Nach Angaben des MGW nutzen im vergangenen Jahr 39.000 Mütter mit 56.000 Kindern die verschiedenen Einrichtungen des MGW. Ausgereizt ist die Zahl der möglichen Belegungen dabei allerdings bei weitem nicht. Der Grund sei eher darin zu suchen, dass die Krankenkassen im vergangenen Jahr rund 10 Prozent weniger in Mutter und Kind Kuren investiert hätten.

 

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