Kinder: Vorsorge-Untersuchung wird in Niedersachsen verbindlich

Das Bundesland Niedersachsen wird die Früherkennungsuntersuchungen durch schriftliche Einladungen für Kinder verbindlich machen. Dafür wird ab dem 01. 04. 2010 an alle Eltern mit Kindern zwischen sechs Monaten und vier Jahren ein Einladungsschreiben versandt. Das Schreiben beinhaltet eine Aufforderung zur Teilnahme an den sogenannten U-Untersuchungen. Dies wurde von der Gesundheitsministerin Mechthild Ross-Luttmann  mitgeteilt.

Wenn die Eltern der ersten Einladung nicht nachkommen, wird mit einer zweiten nochmals an die Untersuchung erinnert. Lassen die Eltern darauf hin Ihre Kinder immer noch nicht vom Arzt untersuchen, wird das Jugendamt informiert. In Niedersachsen gibt es rund 320.000 Kinder in dem betreffenden Alter, die für die Einladungen in Frage kommen. Natürlich rechnet Ross-Luttman damit, dass nicht gleich alle die Termine zur Untersuchung wahrnehmen werden. Sie geht viel mehr davon aus, dass ca.15.000 Meldungen beim Jugendamt eingehen könnten.

Der Hintergrund der Angelegenheit ist, dass durch die regelmäßigen Arztbesuche Krankheiten, aber auch Misshandlungen rechtzeitig erkannt werden. Im ersten Lebensjahr des Kindes besuchen die Eltern recht gut die Vorsorgeuntersuchungen. Doch danach werden die Besuche immer weniger, vor allem bei Kindern aus Migrantenfamilien. Ein Einladewesen in irgendeiner Form existiert schon in den meisten Bundesländern. Das Bundesland Niedersachsen gibt dafür jährlich 1,5 Millionen Euro aus.

Quelle: ad-hoc-news

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