Lass mich nicht allein!

Bild: pixelio.de/Rainer Sturm

Jedes Kind durchlebt in seiner Entwicklung eine Phase, die von Trennungsängsten bestimmt ist. Ohne die Mutter oder den Vater das Haus zu verlassen oder irgendwo ohne Eltern zu übernachten scheint undenkbar. Doch nicht nur Kleinkinder sind von diesen Trennungsängsten betroffen. Rund 2.100 Kinder, die bereits Vorschulkinder sind oder Schüler der Grundschule, leiden unter einer Therapie bedürfenden Trennungsängsten.
Die Weigerung, am Morgen in die Schule zu gehen, Weinen, Wutausbrüche und Anklammern, all dies sind typische Anzeichen von Trennungsängsten bei Kindern. Bei vielen Kindern ist es auch einhergehend mit Klagen über Bauchschmerzen, Kopfschmerzen oder auch Übelkeit. Auf diese Weise versuchen die Kinder, die häufig noch gar nicht wirklich das Gefühl in ihrem Inneren klassifizieren können, der Angst Ausdruck zu verleihen, ohne den Vater oder die Mutter zu sein.
Offensichtlichster Grund für die Entwicklung von Trennungsängsten sind der für ein Kind plötzliche Verlust einer Bezugsperson. Dies kann in Falle der Trennung der Eltern, aber auch beim Tode eines nahe stehenden Verwandten der Fall sein. Jedoch ist es gar nicht selten die Angst der Eltern selbst, die bei den Kindern Trennungsängste entwickeln lässt. Dabei ist die Intention der Eltern eine durchaus edle. So wollen die Eltern ihre Kinder nur vor schlechten Erfahrungen schützen. Dabei allerdings, wenn Eltern zu sehr klammern, kann es geschehen, das dem Kind wichtige Lernprozesse vorenthalten bleiben, die es benötigt, um eine Selbstsicherheit und Selbstvertrauen zu entwickeln, die letztlich auch dazu führen, dass ein Kind auch bei zeitlich begrenzten Trennungen von den vorrangigen Bezugspersonen ohne Ängste agieren können.
Wann immer ein Kind Symptome von Trennungsängsten zeigt, sollten die Eltern genau beobachten. Halten die Ängste über einen längeren Zeitraum unverändert bestehen bleiben, kann es angeraten sein, mit dem Kinderarzt darüber zu reden.

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