Mehr Investitionen in frühkindliche Bildung

Eine neue Studie der OECD zeigt es: Der Kampf gegen die Kinderarmut beginnt mit Investitionen in die frühkindliche Bildung und nicht mit Transferleitungen an die Familien. Derzeit ist es umgekehrt, denn die direkten Zuwendungen in Form von Kindergeld oder Elterngeld machen den Hauptanteil der staatlichen Investitionen aus.

Wie kaum anders zu erwarten, kommt die neuste OECD Studie zu dem Schluss, das in Nachbarstaat Dänemark die Kinderarmut mit einer Quote von 3,7 Prozent deutlich geringer ausfällt, als in allen anderen Industrienationen. In Deutschland liegt diese Quote mit 8,3 Prozent mehr als doppelt so hoch. Dabei investiert die Bundesregierung mit einer Summe von umgerechnet 216.000 US Dollar pro Kind mehr als alle anderen Länder in die Familienförderung. In Dänemark ist die Summe weitaus geringer, allerdings liegen die Schwerpunkte der Förderung in Dänemark anders. Dort fließen mehr als 40.000 US Dollar pro Kind in die Kinderbetreuung, eine Summe von knappen 38.000 US Dollar stehen dabei für direkte Zahlungen oder Steuererleichterungen zur Verfügung.

In Bezug auf das Brutto Inlands Produkt allerdings ist Dänemark Eltern und Kind einiges Wert. Während im Durchschnitt 2,2 Prozent des BIP von den Staaten für Familien zur Verfügung stehen, sind es in Dänemark, wie auch in Island und Frankreich, weit mehr als 3,5 Prozent.

Ein weiterer Schwerpunkt der Studie effiziente Förderung. Dabei zeigte sich, dass je früher Förderung von Kindern einsetzt, desto effektiver ist sie und desto mehr profitieren Kinder von ihr. So zeige frühkindliche Bildung positive Auswirkungen auf logische Fähigkeiten und Sozialverhalten. Folgerichtig verfügen laut der OECD Studie vorschulisch geförderte Erwachsene beispielsweise in der Regel über ein höheres Einkommen.

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