Tag Archives: Musik

Musik ist wichtig für die Entwicklung

Kinder haben einen angeborenen Hang zur Musikalität. Schon Babys zeigen reges Interesse an allem, was Geräusche von sich gibt und ihnen ermöglicht, Töne und Rhythmen zu erzeugen. Dieses angeborene Interesse können Eltern nutzen, um Kinder spielerisch an die Musik heranzuführen.

Hörverlust durch zu laute Musik

Bild: Stefanie Hofschlaeger/pixelio.de

Viele Kinder und Jugendliche besitzen einen MP3-Player. Jetzt nach Weihnachten werden es noch mehr sein, die von Eltern, Großeltern oder anderen Verwandten einen MP3-Player geschenkt bekommen haben. Ganz ungefährlich ist für Kinder und Jugendliche der Musikgenuss über den Kopfhörer allerdings nicht.

Klassische Konzerte für die Kleinsten: Orchester spielen für Eltern mit Babys

Bild: pixelio.de / meltis

Babys, Windeln und Kinderwagen passen nicht in ein klassisches Konzert? Von wegen – der neue Trend der Babykonzerte beweist, dass sich Kinderglück und Konzertgang wunderbar vereinbaren lässt: Zwischen Mozart, Beethoven und Tschaikowsky fühlen sich Eltern mit ihren Kleinen pudelwohl.

Natürlich kann man mit Neugeborenen und Kleinkindern schlecht ein zweistündiges Konzert besuchen: Die Musik ist oft zu laut und zu unruhig, die Umsitzenden könnten sich vom Babygebrabbel gestört fühlen und die Dauer der Vorstellung sprengt die Balastbarkeitsgrenze jedes Kindes. Für frischgebackene Eltern, die auf klassische Konzerte dennoch nur ungern verzichten wollen, gibt es in einigen deutschen Städten glücklicherweise eine Lösung für dieses Problem: Babykonzerte.

Kinder haben sehr früh musikalisches Rhythmus-Gefühl

Kleine Kinder lieben Musik, entwickeln recht früh ein Gespür für den Rhythmus, und bewegen sich spontan im Takt. Ein Forscherstudio hat dies bei 120 Kindern im Alter zwischen fünf und 24 Monaten beobachtet. Selbst wenn das Tempo der Musik schnell wechselt, können sich die Kinder gut anpassen. Natürlich macht es den Kleinen auch sehr viel Spaß, denn die Kinder, die sich am intensivsten nach der Musik bewegen, lächelten auch am meisten. So heißt es zumindest im finnischen Fachmagazin „PNAS“.

Musikalische Früherziehung: Ritmo Advanced Pregnancy Soundsystem

Welche Eltern träumen nicht davon, dass Ihr Nachwuchs mal ein großer Star wird. Ok, zuhause wird Söhnchen oder Töchterchen natürlich immer im Mittelpunkt stehen und die erste Geige spielen. Doch wer auch tatsächlich einen Stargeiger a la David Garrett oder einen zweiten Mozart auf die Welt bringen will, sollte für eine musikalische Früherziehung sorgen. Und Mamis, die selbst nicht ganz so musikalisch sind, erhalten hierbei nun Unterstützung aus den USA. Denn die Firma Ritmo hat nun ihr „Advanced Pregnancy Soundsystem“ für Schwangere auf den Markt gebracht.

Mit diesem Gerät wird dem Nachwuchs schon im Mutterleib guter Geschmack beigebracht – oder zumindest das vermittelt, was die Eltern als guten Geschmack empfinden. Schenkt man aktuellen Studien Glauben, dann nimmt das Ritmo Advanced Pregnancy Soundsystem Einfluss auf die musikalische Begabung des Nachwuchses. Dabei schnallt sich eine schwangere Frau das Gerät mit einem Bauchgurt um. Die vier Lautsprecher auf der Bauchdecke werden mit einem MP3-Player verbunden. Über die Membrane der Lautsprecher dringt die Musik über die Bauchdecke zum Embryo hin. Und Mami sorgt mit den Kopfhörern des Ritmo Advanced Pregnancy Soundsystems dafür, dass der Nachwuchs auch tatsächlich nur die gewünschte Musik zu hören bekommt.

Baden-Württemberg: Grüne fordern mehr Musikunterricht

Die Grünen in Baden-Württemberg haben mehr Musikunterricht für sozial benachteiligte Kinder gefordert. Wie die bildungspolitische Sprecherin der Grünen im Stuttgarter Landtag, Renate Rastätter, sagte, solle die Landesregierung hierfür drei Millionen Euro im Haushalt einplanen. Mit diesen drei Millionen Euro könnte nach Ansicht der Grünen in Baden-Württemberg die Zusammenarbeit von Grundschulen und Musikschulen finanziert werden.

Denn Rastätter hält die musikalische Ausbildung im Fächerverbund „Mensch, Natur und Kultur“ (Menuk) an der Grundschule für unzureichend. Dieses Fach würde lediglich den Mangel an Fachlehrern im Bereich Musik verschleiern. Für viele Eltern sei es aber nicht denkbar, ihren Kindern zusätzlichen Unterricht an einer Musikschule bieten zu können, da ihnen hierfür schlichtweg die finanziellen Mittel fehlen. Es gelte aber für die Landesregierung, die Persönlichkeitsentwicklung aller Kinder zu unterstützen. Es dürfte nicht nur der Nachwuchs aus wohlhabenden Familien profitieren.