Vorsicht mit Medikamenten bei Kindern!

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Foto: Sheep purple / flickr.com

Wer Kinder hat, wird des öfteren seinen Arzt oder Apotheker aufsuchen. Das liegt insbesondere daran, dass das Immunsystem bei Säuglingen und Kleinkindern noch nicht gänzlich ausgeprägt ist – vergleichsweise öfter sind sie krank. Bei der Verabreichung von Medikamenten ist aber Aufmerksamkeit erforderlich.

Insbesondere bei der Einnahme von Arzneimittel gilt das, denn die Kleinen sind noch nicht Erwachsene, betont der Geschäftsführer der Landesapothekenkammer Thüringen Danny und erklärt, der körperliche Unterschied sei umso größer, je jünger die Kinder sind. Die Körper von Kindern bauen Medikamente anders ab – das gilt auch für nicht verschreibungspflichtige Medikamente. Zum Beispiel können schwere Nebenwirkungen an Gehirn und Leber bei Kindern ausgelöst werden durch den Wirkstoff Acetylsalizylsäure in gängigen Schmerzmitteln wie Aspirin, ASS und anderen.
Neidel erklärt, dass Kinder speziell auf sie abgestimmte Arzneimittel brauchen. Für sie gibt es extra Arzneiformen wie flüssige Arzneimittel oder Zäpfchen, weil sie Kapseln oder Tabletten nicht so gut schlucken können. Die einzunehmende Menge bei Kindern ist abhängig von Alter und Gewicht, so wird auch die Dosierung von Arzneimittel für sie berechnet, und nicht wie bei Erwachsenen, bei denen das Durchschnittsgewicht herangezogen wird. Der Apotheker rät den Eltern dringend, die besondere Dosierungsempfehlung bei jedem Medikament zu beachten
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Auf der Verpackung und der Packungsbeilage stehen die entsprechenden Hinweise. Als Säfte gibt es meist Hustenpräparate, Antibiotika, aber auch Schmerz- und Fiebermittel. Auch wenn die Eltern die Messbecher oder Messlöffel aus der Packung verwenden, haben Studien gezeigt, dass solche Arzneimittel häufig von ihnen falsch dosiert werden. Leider kann das fatale Folgen haben für die Kinder. Das Risiko für Nebenwirkungen steigt, wenn zu viel von dem Arzneimittel eingenommen wird. Womöglich wird die Erkrankung bei einer Unterdosierung nicht ausreichend therapiert und kann auch seine Wirkung nicht komplett entfalten. Mit Teelöffeln oder Esslöffeln sollten die Medikamente nicht abgemessen werden, weil diese nicht standardisiert sind. Besonders groß dabei ist die Gefahr der Unter- oder Überdosierung. Bei Dosierung und Anwendung aber auch bei Fragen zu Arzneimittel unterstützen Apotheker gerne die Eltern. Einige Medikamente müssen auch erst zubereitet werden: In der Regel als Trockenpulver, das mit Wasser vor der ersten Anwendung aufgefüllt werden muss, gibt es Antibiotikasäfte. Damit die richtige Konzentration zusammengestellt wird, ist es wichtig solche Arzneimittel genau nach der Anleitung herzustellen. Kräftig geschüttelt werden müssen Säfte vor den Einnehmen, die vor alle im Kühlschrank aufzubewahren sind.

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